Familie und Jugend

Familiengruppe

Jahresrückblick 2020 der Familiengruppe

Die Familiengruppe konnte in diesem ereignisreichen Jahr leider nicht soviele Touren anbieten, wie wir uns gewünscht hätten. Allerdings war es uns nach einigen Monaten Zwangspause wieder möglich, die eine oder andere Wanderung anzubieten. Aber vor dem sogenannten „Lockdown“ konnten wir noch einiges zusammen unternehmen. Im Oktober 2019 wanderten zwei Familien von Kloster Aich, nähe Wolfgangsee auf den 1782 m hohen Schafberg. Den ersten Teil der Wanderung genossen wir in aller Ruhe. Ab der Mittelstation glich unsere Tour allerdings einer Völkerwanderung, da die Schafbergbahn ab dort nicht mehr bis zum Gipfel fuhr. Unsere gute Laune konnte dadurch nicht getrübt werden. In weniger als 3 Stunden stürmten unsere Kinder die 1.200 Höhenmeter zum Gipfel und nach einer ausgiebigen Brotzeit noch schneller wieder ins Tal.

Das beständige Herbstwetter ermöglichte uns im November nochmal eine Gipfeltour. Diesmal wanderten drei Familien und ein Hund auf den nahe gelegenen Schlenkengipfel. Ziel der Tour wäre eine Durchwanderung der Schlenkenhöhle gewesen. Aufgrund einzelner Schneefelder und somit bestehender Absturzgefahr, verzichteten wir jedoch auf dieses Highlight und verbrachten daher etwas mehr Zeit bei der abschließenden Einkehr.

Unsere Adventwanderung 2019 zum Abschluss des Jahres führte wiederum drei Familien ins idyllische St. Jakob am Thurn. Nach einer 2-stündigen Rundwanderung wurde der kleine, aber feine Christkindlmarkt besucht, um somit etwas Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

Das neue Jahr 2020 begann für alle von uns mit überraschenden Einschränkungen. Aufgrund der steigenden Coronazahlen war es vorerst nicht erlaubt, Wanderungen für die Familiengruppe anzubieten.

Wir hatten Glück, dass ab Anfang Juli erlaubt wurde, dass Fortbildungen im Rahmen der DAV-Lehrgänge erlaubt wurden. Somit fuhren wir Familiengruppenleiter Mitte Juli ins Ötztal, um uns am Klettersteig mit Kindern ausbilden zu lassen. Mehrere Familiengruppenleiter aus dem süddeutschen Raum reisten mit jeweils einem Kind an und wir lernten unter anderem, welche Ausrüstung notwendig ist, welche Knoten man können sollte und wie man mit Blockaden von Mitkletterern im Klettersteig umgeht. Nach anfangs durchwachsenem Wetter durften wir die Abschlusstour am Stuibenfall in Umhausen selbst führen. Der sehr interessante Lehrgang begeisterte uns und gab uns die Sicherheit, dass wir möglichst bald eine Klettersteigtour unseren Familien anbieten wollten. Anfang September sollte es dann auch soweit sein. Zuvor allerdings wartete noch das Highlight des Jahres.

Da wir wegen Corona mit den Familien noch nichts unternehmen konnten, war dieses Highlight auch gleich die erste Tour des Jahres. Sie sollte uns zum Klafferkessel in den Schladminger Tauern führen. Nach vielen sonnigen Wochenenden war genau für diese drei Tage Dauerregen und ab 1900 Meter Schneefall angesagt. Da zu dem Rundweg ein Berggipfel mit über 2600 Metern gehörte, wurde 4 Stunden vor Abfahrt das gesamte Wochenende umgeplant. Die Hütten wurden informiert und umgebucht. Ein großer Dank geht an die Hüttenwirte der Gollingerhütte und der Preinthalerhütte, dass wir spontan 15 Personen stornieren und anderweitig einquartieren durften. Ebenso waren die langen Telefonate äußerst hilfreich in der Planungsphase, inwieweit es vernünftig ist, bei solch einem Wetter überhaupt aufzusteigen.

Wir entschieden uns, am Freitag bis zur Preinthalerhütte zu wandern und dann wiederum spontan zu entscheiden, wie es die nächsten Tage weitergeht. Bei Sonnenschein stiegen wir den Riesachfallweg hinauf, bis ein lauter Donner die Temperatur fallen ließ und starker Regen und Windböen den Aufstieg anspruchsvoller machten. Nach 2,5 Stunden erreichten die 8 Kinder und 7 Erwachsenen völlig durchnässt die Preinthalerhütte. Die Kinder störte die Nässe jedoch nicht und sie machten sich gut gelaunt auf Erkundungstour in der Hütte. Schnell stand fest, dass es ein Kinderlager und ein Erwachsenenlager geben sollte. Dies führte auch dazu, dass in einem der Lager wesentlich später Nachtruhe einkehrte, als in dem anderen. Am nächsten Tag machte es uns der starke Regen unmöglich, irgendeine Wanderung durchzuführen. So mussten wir schweren Herzens das Wochenende verkürzen und stiegen wieder hinab ins Tal. Aber nicht ohne dem Vorhaben, noch in diesem Jahr nochmal den Versuch zu starten, den Klafferkessel mit den 30 Bergseen zu besuchen.
Anfang August war dann aber erstmal Badewetter angesagt. 3 Väter packten ihre 5 Kinder und einige Schlauchboote ein, um sich auf der Alz Richtung Höllthal treiben zu lassen. Nach der mehrstündigen Bootsfahrt ging’s wieder zurück bis nach Truchtlaching, um auch das weitbekannte Brucknhupfn selbst ausprobieren zu können. Unsere Kinder und auch die Väter waren begeistert und konnten sich nur schwer dazu entschließen, aus dem Wasser zu gehen und nach Hause zu fahren.

Im September wurde dann endlich das Vorhaben durchgeführt, einen Klettersteig mit mehreren Kindern zu begehen. Dafür wurde der Familienklettersteig in Kleinarl ausgesucht. Dieser ist mit Schwierigkeiten bis B/C für unsere kleinen Kraxler auch gut zu schaffen. Vier Kinder stellten sich dem Abenteuer und mussten sich zuerst über eine Seilbrücke trauen und konnten dann am Felsen weiterklettern. Nachdem die zwei Väter mit den Kindern den Klettersteig erfolgreich durchstiegen hatten, waren die Kinder noch voll Energie, dass der Hochseilklettergarten auch noch genutzt wurde. Da die Klettergartenbetreiber gegen 16 Uhr zusperren wollten, mussten die Kinder nach viel Kletterei den letzten Baum verlassen und fuhren aber mehr als zufrieden nach Hause.

Mitte September meinte es das Wetter gut mit uns und wir beschlossen, den Klafferkessel nochmal zu versuchen. Dieses Mal wurde die Tour für einen Tag angesetzt, weshalb es keine Rundtour wurde, sondern der Gipfel des Greifenberg ausgelassen werden sollte. 7 Kinder und 4 Erwachsene wanderten nochmals den Riesachfall hinauf, an der Preinthalerhütte vorbei zum Klafferkessel. Nach weniger als 4 Stunden waren die gut 1300 Höhenmeter geschafft und es wurde eine lange Pause für Brotzeit, Wasserspiele und Fotos eingelegt. Der Klafferkessel ist ein Relikt aus der Eiszeit mit seinen 30 Bergseen und sehr beeindruckend für alle, die diesen Ort genießen durften. Danach ging’s den gleichen Weg zurück bis zur Preinthalerhütte, bei der 10 Portionen Kaiserschmarrn den Hunger der fleißigen Wanderer stillen sollten. Nach etwas weniger als 7 Stunden waren alle zufrieden, aber erschöpft wieder im Tal und die Heimreise konnte angetreten werden.

Für das Jahr 2021 werden wir wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm erstellen, soweit dies in der derzeitigen Situation möglich ist. Ein Hüttenwochenende ist ebenfalls wieder in Planung. Wir Familiengruppenleiter wünschen uns natürlich weiter rege Teilnahme an den Touren und bedanken uns hiermit auch bei den Familien, die so fleißig mitwandern.

Wichtig
: Nicht immer ist es möglich, das zu unternehmen, was geplant ist. Gerade mit Kindern müssen wir entsprechend auf die Witterung Rücksicht nehmen und hoffen daher auf euer Verständnis. Wir versuchen jedoch die geplanten Termine nicht generell platzen zu lassen, sondern ggf. mit einem alternativen Programm anderweitig zu füllen. Wir bitten daher um eine Anmeldung zur Tourenteilnahme am Tag zuvor unter christine@rabacher.com oder 08654 5892525.

Wir wünschen unseren DAV-Familien ein restliches unfallfreies und gesundes Bergerlebnisjahr 2020 und einen ebensolchen Start ins Jahr 2021!

Christine und Peter Rabacher

 

Jugendgruppe

Jahresrückblick 2020 der Jugendgruppe

Das Jahr fing sehr erfolgreich an. Die bisherige Jugendgruppe hat mit ein paar anderen Helfern
fleißig neue Routen in die Kletteranlage am Badylon geschraubt. Mittlerweile können die jungen
Erwachsenen selbstständig klettern und sichern, sodass beschlossen wurde eine neue Jugendklettergruppe zu gründen.
Zwei neue Betreuer wollten eine Ausbildung machen und dann sollte nach den Osterferien gestartet werden. Leider konnte dieser Plan „Corona-bedingt“ so nicht durchgeführt werden. Ab August wurde unter Auflagen gestartet. Es trafen sich die 4 Betreuer mit einigen Jugendlichen zwischen 11 und 16 Jahren donnerstags von 17.30 bis 19 Uhr, um ihnen das selbständige Klettern und Sichern beizubringen. Im Laufe der Zeit steigerte sich die Teilnehmerzahl auf 10 Personen. Diese Kurse werden wöchentlich wiederholt bis die kalten Temperaturen die Jugendgruppe zwingt eine Winterpause einzulegen. Bis dahin wünschen wir allen Teilnehmern viel Freude am Klettern.

Eva Scharbert, Jugendreferentin