Vom 21.06.26 – 24.06.26 wählten 20 Senioren mit ihren vier Begleitern das bereits von den Skitouren bekannte Gasthaus Raiffeisen in Innervillgraten zu ihrem Domizil. Wir hatten schönes Wetter bestellt und wurden damit auch beschenkt. An den späten Nachmittagsstunden bzw. am Abend frischte es jeweils auch mit kurzen Gewittern ab.
Die erste Tour erfolgte bereits bei der Anfahrt. In Leisach folgten wir der Pustertaler Höhenstraße bis Bannberg und weiter auf der mautpflichtigen Hochsteinstraße bis zum Parkplatz auf rd. 1974m kurz vor dem Hochsteinhaus. Dann ging es zu Fuß weiter. Das herrliche Bergpanorama und saftige Almrauschwiesen begleiteten uns, wie auch an den Folgetagen, während der gesamten Tour. Blicke auf die Lienzer Dolomiten, die Karnischen, die Sextener Dolomiten im Hintergrund und die Schobergruppe begeisterten uns. Nach 630Hm erreichten wir alle unseren Gipfel, das Böse Weibele mit 2521m. Die gesamte Strecke betrug an diesem Tag 10km. Nach einer kurzen Stärkung beim Hochsteinhaus fuhren wir in unser Quartier, wo wir von Kathi der jungen Wirtin empfangen wurden.
Der nächste Tag begrüßte uns, wie bestellt, vorhergesagt und wie jeden weiteren Tag, mit Sonne und wolkenlosen Himmel. Als Startpunkt wählten wir diesmal die Unterstalleralm (1673m). Hier teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Für beide Gruppen galt es, den Aufstieg zum Klapfbach Wasserfall und zum Restlanggarten(alter Stall mit Pultdach) auf 2221m zu bewältigen. Hier teilten sich die Wege. Für die zügigere Gruppe war der Weiterweg bis zum Schwarzsee und zur hinteren Gsieser Lenke auf 2455m und 880Hm vereinbart und die gemütlichere Gruppe konnte direkt über den Höhenweg (Herz-Ass Tour) zur Oberstalleralm absteigen. Aus der zügigeren Gruppe entschieden sich acht Teilnehmer nach dem Schwarzsee noch weiter auf die Riepenspitze mit 2.774m zu wandern. Diese Gruppe wählte dann den direkten Abstieg zum Parkplatz, nachdem 1.100Hm bezwungen waren. Nachdem im Schwarzsee zwei mutige Teilnehmerinnen ihre Schwimmrunden erledigt hatten, erfolgte auch für diese Gruppe der Rückweg wieder zum Restlanggarten und über den Höhenweg zur Oberstalleralm. Alle drei Gruppen trafen beinahe zeitgleich beim Ausgangspunkt ein und genossen ihr Getränk (Unterstalleralm ist Montags geschlossen; wir wurden dennoch versorgt)
Das Rote Kinkele (2.763m) und die Remasseen (2534m) waren unser nächstes Ziel. Ausgangspunkt waren diesmal die Kamelisenalmen auf 1.974m Höhe. Diese erreichten wir auf einer Forststraße, nachdem wir uns die Genehmigung eingeholt hatten. Auch hier teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die gemütliche Gruppe wanderte direkt zu den Remasseen über die Owelenke und die etwas zügigeren über steile und saftige Berg- und Blumenwiesen auf das Rote Kinkele. Die Tour vom Vortag hatten wir dabei ständig im Blick. In sehr steilen Serpentinen erfolgte der ostseitige Abstieg zum gemeinsamen Treffpunkt, den Seen. Nach einer ausgiebigen Rast erfolgte dann der gemeinsame Abstieg über saftige Almrosenfelder. An diesem Tag, wie auch am letzten Tag trafen wir keine weiteren Wanderer. Es wurden 890 bzw. 600 Hm an diesem Tag bewältigt.
Am vierten und letzten Tag unserer Seniorenwandertage stand die Hochwand (2.730m) auf dem Programm. Startpunkt hierfür war der Parkplatz an der Volkzeiner Hütte (1.886m) im Winkeltal(Ausservillgraten). Wir entscheiden uns wieder für eine Aufteilung in zwei Gruppen, wobei Beide anfänglich gemeinsam bis zur Walderalm auf 2.304m Höhe aufstiegen. Hier trennten sich die Wege. Die etwas Zügigeren gingen über das Gsaritzertörl (Abstieg ins Defereggental möglich) auf die Hochwand (2.730m), und weiter über die Kleinitzerlenke bis zur Leisacher Alm. Hier wurden sie bereits von den etwas Gemütlicheren erwartet, die den Höhenweg wählten und dabei mit der Wegsuche (aber mit der DAV App und verlässlichen Tourenbegleitern problemlos) sehr beschäftigt waren. Nach dem gemeinsamen Abstieg und der letzten gemütlichen Einkehr in der Volkzeiner Hütte, erfolgte die Heimfahrt.
Alle Teilnehmer waren begeistert. Es waren vier herrliche und unfallfreie Wandertage in einer wunderschönen Gegend, die touristisch noch nicht so überlaufen ist, wie viele andere Hotspots in direkter Nachbarschaft.
Tourenbegleiter: Peter Mayer, Geni Hasenöhrl, Rudi Kraller und Karl Rechenauer
Bericht: Karl Rechenauer
