Bonn-Matreier-Hütte

Ausgesprochen schöne Tourentage erlebten die Senioren beim Besuch der Bonn-Matreier-Hütte (2750 m) vom 25. – 27.08.2025. Der Aufstieg zur Hütte war verbunden mit dem Besuch bei Magdalena, einem Sektionsmitglied, das den Sommer über auf der Hütte arbeitet.

Nach der Anfahrt nach Prägraten begann der Aufstieg am Parkplatz Bodenalm auf 1700 m Höhe. Sehr steil und anstrengend war der erste Abschnitt zur Unterstoanalm, ehe der Venediger Höhenweg erreicht wurde. Das nächste Hindernis war der „Eselrugg“. Durch eine schmale Scharte und anschließend steilen Abstieg ging es hinunter ins Große Nilltal. Jetzt war es nicht mehr weit zur Hütte, die aussichtsreich auf einen Rücken zu sehen war. In 4 Stunden wurden die 1150 Höhenmeter überwunden.

Am nächsten Tag ging es hoch hinauf. Durch ein immer steiler werdendes Kar und abschließend leichter, mit Drahtseilen gut abgesicherter Kletterei, erreichten alle nach 1 ½ Stunden und 470 Höhenmeter den Gipfel des Säulkopf (3209 m). Die Aussicht reichte vom Großglockner über Großvenediger zu den Dolomiten und den Karnischen Alpen. Auf gleichem Weg hieß es vorsichtig absteigen bis kurz vor die Hütte, wo eine ausgiebige Rast eingelegt wurde. Für den Nachmittag gab es die Möglichkeit, mit dem Rauh Kopf (3079 m) einen zweiten 3000er zu ersteigen. Die Hälfte der Teilnehmer nahm diese Möglichkeit wahr. An der Kälberscharte begann der Aufstieg über den steilen, aber gut begehbaren SO-Rücken. Die letzten Meter zum Gipfel mussten auf einem schmalen, aber wieder mit Drahtseilen gut versicherten Grat zurückgelegt werden. Nach 350 Höhenmeter und einer Stunde Aufstieg erreichten die Bergsteiger den Gipfel mit seiner herrlichen Aussicht. Konzentriert wurde auf dem Anstiegsweg wieder abgestiegen zur Hütte. Ein unterhaltsamer und geselliger Hüttenabend rundete diesen schönen Tag ab.

Am darauffolgenden Tag hieß es Abschied nehmen von sehr freundlichen Hüttenleuten. Durch das Große Nilltal ging es hinunter zur Nilljochhütte, zu einem zweiten Frühstück, ehe das letzte Stück Weg zurück zum Parkplatz angegangen wurde. Glücklich und voll mit schönen Eindrücken der vergangenen Tage wurde die Heimfahrt angetreten.

Bericht: Peter Mayer

Bilder: Peter Mayer, Karl Rechenauer