Vor 54 Jahren sind drei Schülerinnen zum Schulabschluss mit ihrem Lehrer die Kleine Reib´n gegangen. Diese Tour wollten sie wiederholen. Diesem Wunsch sind wir gerne nachgekommen.
Am Dienstag, 16.09.2025 ging es für 24 Bergsteiger am Parkplatz Hinterbrand los. Vorbei an der Mittelstation wurde zunächst der Königsweg verfolgt, ehe der Hohmais-Steig abzweigte. Diesem wurde bis zur Königsbergalm gefolgt. Weiter ging es am Schneibsteinhaus vorbei zum Stahl-Haus (1728 m). 640 Höhenmeter und 6,6 km wurden in 2 ½ Stunden zurückgelegt.
Nach einem unterhaltsamen Hüttenabend und gut ausgeruht wurde der Anstieg zum Schneibstein (2276 m) angegangen. Nebel umhüllte zunächst noch die Gipfel. Doch mit jedem Meter, den wir dem Schneibstein näher kamen, wurde auch die Fernsicht besser. Nach zwei Stunden und 650 Höhenmeter erreichten wir den Gipfel. Bei niedrigen Temperaturen gönnten wir uns nur eine kurze Gipfelrast und begannen den Abstieg Richtung Seeleinsee. An der Windscharte beschloss eine kleine Gruppe, den Windschartenkopf (2113 m) zu ersteigen. Während der Rest der Gruppe weiterwanderte erreichte die 10 Bergsteiger in 15 Minuten den Gipfel. Zur großen Überraschung erblickten sie in nächster Nähe drei Steinböcke, die sich aber nicht aus der Ruhe bringen ließen. Kurz vor dem Seeleinsee trafen beide Gruppen wieder zusammen. Am idyllisch gelegenen See gab es dann eine ausgiebige Rast. Durch den Stiergraben wurde der Abstieg zur Priesbergalm fortgesetzt. 9 Wanderer unserer Seniorengruppe starteten am Morgen in Hinterbrand, um den Teilnehmern der Kleinen Reib´n entgegenzuwandern. In der Nähe der Priesbergalm wurden sie von den Wanderern empfangen. Gemeinsam legten sie die letzten Meter zur Alm zurück, wo die Almleute bereits auf die große Gruppe warteten. Nach der Einkehr musste noch das letzte Stück Weg zurück zum Parkplatz zurückgelegt werden. Nach einen langen Tag (16 km, 670 m Aufstieg, 1370 m Abstieg und 7 Stunden Gehzeit) wurden die Beine schon ganz schön müde. Das konnte die Begeisterung über dieses schöne Bergerlebnis aber nicht schmälern. Besonders die drei „Schülerinnen“ waren überglücklich, den Weg von damals noch einmal erlebt zu haben.
Tourenbegleiter: Peter Mayer, Geni Hasenöhrl, Dieter Wiesbacher, Kathi Grabner
Bericht: Peter Mayer Bilder: Peter Mayer, Kathi
